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Transforming Cities

Neue Technologien, ungewöhnliche Ideen und ganz viel Kreativität: Weltweit setzen sich Menschen für ein besseres Leben ein. Und erfinden dabei Dinge, die nachhaltig das Leben in den Städten verbessern. Drei Beispiele deutscher Städte, die dank Innovationen einen Schritt voraus sind.

 

Intelligente Mobilität in Berlin

Am Forschungscampus Mobility2Grid forscht man an der Elektrifizierung des Verkehrs. Das bedeutet nicht nur, E-Autos zu verbessern, sondern die Chance, Energie- und Verkehrssysteme gemeinsam zu erforschen.

Foto (c) Mobility2Grid e.V.

 

Auf dem EUREF-Areal in Berlin-Schöneberg entstehen innovative Lösungen, damit die Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr langfristig für jeden bezahlbar werden und dabei vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Der Berliner EUREF-Campus dient dabei als Erprobungs- und Referenzquartier. In der ersten Förderphase von 2015 bis 2020 wurde ein umfangreiches Verkehrs- und Mobilitätskonzept für den EUREF-Campus erstellt und umgesetzt.

Zudem testete man autonome Fahrzeuge am Campus und entwickelte ein digitales Buchungstool zur Optimierung von betrieblichen elektrischen Flottenlösungen. Aktuell läuft die zweite Förderphase. Jetzt geht es darum, das Erprobte in die Tat umzusetzen. Vier Berliner Areale eignen sich dafür besonders:

Der Standort des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB), den Schindler Innovation Campus Berlin (SICB), den Standort der Berlin.Industrial.Group. (B.I.G.) und das Wohnungsneubauprojekt “Das Neue Gartenfeld” (DNG).

Foto (c) Mobility2Grid e.V.

 

Übrigens arbeiten, forschen und lernen am EUREF-Campus mehr als 5.000 Menschen in über 150 Unternehmen, Institutionen und Start-ups. Seit das Projekt 2008 an den Start ging, erreichte es bereits 2014 am fünfeinhalb Hektar großen Stadtquartier die Klimaziele, die die Bundesregierung für 2045 geplant hat. Auch damit ist es ein europaweit einzigartiges Reallabor der Energiewende.

 

Ein Gemeinschaftsgarten für Stuttgart

Gärtnern ist cool, sich damit selbst versorgen noch cooler. Das dachte sich auch Stuttgart und deckt mit urbanen Gärten schon jetzt den Gemüsebedarf von 30.000 Personen. Die Stuttgarter Gärten liefern jedes Jahr über 4.000 Tonnen frisches Gemüse und Kräuter.

Diese Zahl errechnete das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Forschungsprojekt „GartenLeistungen“. Mit dem lokal produzierten Gemüse bringen Gärtnerinnen und Gärtner auch soziale und kulturelle Leistungen.

Foto (c) Jon Tyson on Unsplash

 

Das fand das Bundesforschungsministerium (BMBF) heraus, als es Gärten in Bad Cannstatt, das GartenKulturLabor in Stuttgart-Botnang und den Stadtacker Wagenhallen in Stuttgart-Nord untersuchte.

Jeder dieser Gärten liefert pro Jahr einen gesellschaftlichen Nutzen von über 200.000 Euro. Mit der Erhebung möchte man einerseits die Bauern in den Vordergrund rücken sowie das Bewusstsein für Regionalität in der Bevölkerung stärken.

Projektleiter Professor Jesko Hirschfeld vom IÖW betont, dass Städte generell viel Geld und Energie in öffentliche Gärten stecken sollten. Denn sie liefern nicht nur Nahrung, sondern sind auch Erholungs- und Lernorte, die als soziale und interkulturelle Treffpunkte dienen.

Die Gärten nehmen etwa 2,7 Prozent der Gesamtfläche Stuttgarts ein. Wenn der Ertrag klein bis mittelgroß ausfällt, sind das rund 4.400 Tonnen Gemüse, Kartoffeln und Kräuter im Wert von sechs Millionen Euro, die man durch die Fläche gewinnt.

Übrigens: 2021 wurde Stuttgart mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 ausgezeichnet. Die Landeshauptstadt Baden Württembergs macht ziemlich große Fortschritte im Bereich Luftreinhaltung und setzt sich sehr für vielseitige soziale Angebote speziell für Kinder, Geflüchtete und Senioren ein.

 

Wenn Hamburgs Drohnen Leben retten

In einer modernen Stadt darf auch die medizinische Versorgung nicht zu kurz kommen. Nicht alle Städte schaffen es, die Infrastruktur immer aufrecht zu erhalten. Zusätzlich machen extreme Wetterereignisse einem manchmal einen Strich durch die Rechnung.

In Hamburg sagen jetzt smarte Technologien dafür, dass die medizinische Versorgung erhalten bleibt, auch wenn Feuerwehr und Rettungsdienst mal im Stau stehen. Viele klassische Einsatzleitsysteme entsprechen nämlich nicht mehr den heutigen Anforderungen. Technologie kann genau hier unterstützen, allerdings nicht ersetzen.

In Hamburg testet Medifly jetzt die Nutzung von Drohnen in Städten. Medikamente und zeitkritische medizinische Güter werden dabei via Drohnen transportiert. Das sind zum Beispiel Gewebeproben, die bei einer OP entnommen und zum Labor geflogen werden. Dort werden sie sofort untersucht, während der Patient noch in Narkose liegt. 

Weil die Drohnen einfach über Stau und andere Verkehrshindernisse hinwegfliegen, geht keine Zeit verloren. Wenn das Projekt in Hamburg erfolgreich ist, können Drohnen künftig nachhaltig die Patientenversorgung verbessern.

Titelbild (c) Jaromir Kavan on Unsplash

 

 

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